Im Notfall immer: 112

Die Notfalldose

Eine kleine weiße Plastikdose mit grünem Aufdruck "Informationen für die Lebensrettung" und einem grünen Deckel. Sie ist ein Segen für den Rettungsdienst und kann die Anamnese von Patienten maßgeblich vereinfachen. Vor allem der Faktor Zeit spielt im Notfall eine große Rolle, sie vereinfacht das Erheben von wichtigen Patientendaten, denn in ihr findet sich ein immer gleiches Notfalldatenblatt.

Haben Sie Vorerkrankungen? Wenn ja welche? Was für Medikamente nehmen Sie ein? Hatten Sie diese Beschwerden schon einmal? Bestehen Medikamentenunverträglichkeiten?

Diese und viele weitere Fragen sind für den Rettungsdienst von hoher Wichtigkeit, um sich ein Bild von der Situation und dem Zustand des Patienten zu machen. Doch gerade im Gespräch mit Patienten, die ein komplexes Krankheitsbild aufweisen und mehrere Medikamente einnehmen, können dabei wertvolle Zeit oder sogar behandlungsrelevante Informationen verloren gehen. Noch komplexer wird die Aufgabe bei Bewusstseinseintrübungen wie zum Beispielbei einer Unterzuckerung, hier ist eine Kommunikation meist unmöglich. Ebenso bei Ohnmacht oder Bewusstlosigkeit.

Einige Patienten haben sich vielleicht schon mal mit dem Thema "Informationen im Notfall" beschäftigt, aber diese Information sind meist gut in einem Schrank verstaut und werden dann, wenn der Rettungsdienst danach fragt, in der Eile und dem Stress nicht gleich gefunden. Und für die Retter selbst ist es meist unmöglich herauszufinden, wo diese Notfalldaten in der Wohnung aufbewahrt werden.

Die Lösung steht im Kühlschrank!

Die Notfalldaten des Patienten kommen in die Notfalldose und werden in die Kühlschranktür gestellt. Hierzu enthält jede Notfalldose ein einheitliches Datenblatt welches ausgefüllt werden muss. Nun haben die Notfalldaten einen festen Ort und können in jedem Haushalt einfach gefunden werden! Denn ein Kühlschrank steht meistens in der Küche und diese ist relativ einfach in einer fremden Wohnung zu finden.

Welche Angaben finde ich in der Notfalldose?

Neben dem Standard Datenblatt kann hier auch ein Medikamentenplan hinzugefügt werden. Zudem kann hier auch ein Hinweis auf eine Patientenverfügung hinterlegt sein. Natürlich ist die Notfalldose nicht nur für den Rettungsdienst interessant sondern auch für das Klinikpersonal, welches hier ebenso wichtige Information entnehmen kann, z.B. Medikamentenunverträglichkeiten oder Kontaktpersonen.

Wie erkenne ich einen Haushalt mit Notfalldose?

Sind die Retter beim Patienten eingetroffen und sehen auf der Innenseite der Wohnungstür und dem Kühlschrank den Aufkleber "Notfalldose", so kann die Notfalldose umgehend aus der Kühlschranktür entnommen werden und es sind sofort wichtige und notfallrelevante Informationen verfügbar. Um in Haushalten mit zwei oder mehr Notfalldosen die Dosen unterscheiden zu können, sollte hier je ein Foto der zugehörigen Person eingeklebt werden.

Und für Unterwegs?

Nicht nur zuhause kann es zum Notfall kommen, sondern auch unterwegs in der Stadt oder auf Reisen. Hier gibt es separat ein zweisprachiges Notfallblatt in deutscher und englischer Sprache. Dieses kann einfach im Portmonee mitgeführt werden. Hier weist ein Schlüsselanhänger an der Tasche oder dem Rucksack darauf hin.

Wo bekomme ich die Notfalldose?

Sie können die Notfalldose für 3,00 € über den Shop des Stadtfeuerwehrverbandes beziehen. Einige Apotheken bieten die Dose ebenfalls an.

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